Darum wenn ich eine Partei gründe, verankere ich darin die Rechte und Gleichberechtigung historischer Minderheiten (Sinti, Roma, Sorben, Friesen, Dänen). Bin selber teils sintisch.
U.U. noch eine Minderheit: Jenische https://feddit.org/post/9367937
Dachte Jenische sind überwiegend Schweiz
Die Roma waren bei uns immer beliebt, weil die beim Zirkus lebten
Für jene, die Wissenslücken und dadurch entstehende Vorurteile loswerden wollen:
Vor einem Jahr gab es bei Jung & Naiv ein absolut hörenswertes Interview mit Romani Rose, Bürgerrechtsaktivist - und seit dessen Gründung Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.Der verlinkte Podcast ist von Podigee, einem Podcast-Hoster aus Berlin.
Es gäbe auch eine Ausgabe bei youtube, für jene, die dort noch was gucken wollen.Schätzungsweise 80.000 bis 140.000 Sinti und Roma leben in Deutschland. Neben Dänen, Friesen, Sorben gehören die deutschstämmigen Sinti und Roma zu unseren anerkannten nationalen Minderheiten. Die Sinti leben seit dem 14. Jahrhundert auf deutschsprachigem Gebiet - trotzdem wissen viele so gut wie nichts über sie…
Ein Freund der auf einem Abenteuerspielplatz mit hohem Ausländeranteil gearbeitet hat erzählte mir, dass die Zigeunerkinder lieber Zigeuner genannt werden wollten. Weil die Sinti keine Roma sind und die Roma keine Sinti.
Und ich bin teils sintisch und kanns Z-Wort absolut nicht ausstehen.
Ich hatte mal eine Auszubildene, keine Ahnung ob Sinti oder Roma, sie hatte jedenfalls immer sich selbst oder anderen als Zigeunern betitelt.
Ich hatte das mal in einem Feature im Deutschlandfunk gehört.
„Wir wollen etwas von uns erzählen, es soll nicht nur über uns geredet und geurteilt werden“, sagt Reinhardt. Dazu gehört für ihn auch, dass die Gesellschaft akzeptiert, dass er Zigeuner genannt werden will. Er ist stolz auf diesen Begriff.
Versuche, die Bezeichnung mit positiven Begriffen zu belegen, trugen letztlich nur dazu bei, dem ohnehin diffusen Ausdruck eine weitere Dimension semantischer Unschärfe hinzuzufügen. Diese Unschärfe diente in späteren Diskursen den Befürwortern einer Beibehaltung der Bezeichnung unter anderem als Argument, dass ihr Gebrauch kontextabhängig zu werten sei, da er sowohl positiv als auch negativ gemeint sein könne.
Ich verstehe die Idee hinter deinem Post aber was macht man wenn ein Sinti und/oder Roma einen jetzt genau das sagt? (Scheint ja zumindest bei zwei Leuten hier vorgekommen zu sein)
Ich würde mir wie ein absolut selbstgerechtes Arschloch vorkommen jemanden zu sagen “Nein so wie du dich und deine Angehörigen selbst nennst ist falsch, weil …”.
Ich glaube ich wäre außerstande diese Person nicht in ihrer selbstgewählten Art & Weise anzusprechen.
Der einzige Rückschluss ist ja wieder mal “man kann nicht von einen auf alle schließen” 🤔
Naja, jeweils nach Person und Kontext Roma oder Sinti bzw. Antiziganismus/Gadjerassismus als Begriff benutzen und überlegen ob der Begriff gerade wirklich notwendig ist (vgl N-Wort innerhalb BIPoC-Community). Als Gadje geht uns das alles ja auch eher wenig an.
Verstehe ich aber sehe ich anders.
Vielleicht lag es daran, dass wir keine solchen Mitschulys hatten oder meine Schule das damals nicht breit trat, aber ich bin immer wieder verwirrt, erstaunt und enttäuscht von solchen Berichten. Ist mir doch wurscht aus welcher kulturellen Gruppe wer kommt, solang die Leute keine Arschlöcher sind und / oder versuchen mir ihre kulturellen Überzeugungen überzustülpen o.O